Atmen Sie vier Sekunden ein, halten vier, atmen vier aus, halten vier. Wiederholen Sie den ruhigen Ablauf etwa eine Minute lang. Das regelmäßige Zählen bindet wandernde Gedanken und schenkt dem Nervensystem vorhersehbare Struktur. Viele merken schon nach drei Runden etwas mehr Weite in Brust und Schultern. Wenn Sie möchten, zeichnen Sie gedanklich ein Quadrat, jede Seite ein Atemteil. Es wirkt unauffällig, funktioniert sitzend oder stehend und hilft vor Präsentationen, Feedbackgesprächen oder ungeplanten Störungen.
Verlängern Sie die Ausatmung, zum Beispiel vier Sekunden ein und sechs bis acht aus. Die längere Ausatmung stimuliert parasympathische Prozesse, wodurch Puls und innere Anspannung sinken. Halten Sie Schultern weich, lassen Sie den Kiefer los und spüren Sie, wie der Bauch sanft nachgibt. Stellen Sie sich vor, Sie pusten über einen Löffel heißen Tee, ruhig und fein. Eine Minute reicht, um spürbar mehr Boden unter den Füßen zu fühlen, besonders zwischen intensiven Aufgabenwechseln oder vor wichtigen Telefonaten.
Zählen Sie fünf ruhige Atemzüge und geben Sie jeder Ein‑ und Ausatmung eine kleine Qualität, etwa „ein“ und „ruhig“. Sobald sich ein Gedanke vordrängelt, notieren Sie ihn gedanklich und kehren freundlich zum Zählen zurück. Dieses Mini‑Ritual bringt Klarheit, weil es das Drängen vieler kleiner To‑dos ordnet, ohne sie zu verdrängen. Nach einer Minute haben Sie oft wieder Zugriff auf Prioritäten. Es ist pragmatisch, still und ideal, wenn das Chaos im Posteingang Wellen schlägt.
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